Glossar
Gartenbau-Glossar
Fachbegriffe rund um Garten, Landschaftsbau und Pflege, einfach erklärt.
A
- Aerifizieren
- Belüftung des Rasens durch Einstechen oder Ausstechen kleiner Löcher. Verbessert den Luft-, Wasser- und Nährstoffaustausch im Wurzelbereich, besonders bei verdichteten Böden.
D
- Drainage
- Entwässerung des Bodens. Überschüssiges Sickerwasser wird über durchlässige Schichten und Drainrohre gesammelt und abgeleitet, damit keine Staunässe entsteht. Wohin das Wasser abgeleitet oder versickert werden darf, regeln örtliche Vorgaben, die vorab geklärt werden sollten.
- Düngung
- Gezielte Versorgung von Boden und Pflanzen mit Nährstoffen, vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium (NPK). Langzeitdünger geben Nährstoffe verteilt über einen längeren Zeitraum ab, Sofortdünger wirken schneller. Die Dosierung richtet sich nach Herstellerangabe und Bedarf.
F
- Formschnitt vs. Radikalschnitt
- Ein Form- oder Pflegeschnitt entfernt nur den Zuwachs der Pflanze und erhält Form und Dichte. Ein Radikalschnitt kürzt Hecken oder Gehölze stark zurück oder setzt sie auf den Stock. Radikale Rückschnitte sind vom 1. März bis 30. September nach § 39 Abs. 5 BNatSchG nicht zulässig, schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben erlaubt. Brütende Vögel und besetzte Nester sind dabei immer zu schützen.
- Frostschutzschicht
- Schicht aus frostunempfindlichem, wasserdurchlässigem Material unter befestigten Flächen. Sie verhindert, dass Frost den Untergrund anhebt und den Belag verschiebt. Bei Pflasteraufbauten werden Frostschutz- und Tragschicht oft kombiniert. Die nötige Dicke hängt von Untergrund und Belastung ab.
- Fugenmaterial
- Material, das die Fugen zwischen Pflastersteinen oder Platten füllt, zum Beispiel Brechsand, Splitt oder gebundene Fugenmörtel. Es sichert die Lage der Steine und überträgt Lasten. Wasserdurchlässiges und gebundenes Fugenmaterial unterscheiden sich bei Versickerung, Unkrautbewuchs und Anforderungen an die Fläche.
G
- Gartengestaltung
- Planung und Anlage von Gärten nach ästhetischen und funktionalen Gesichtspunkten.
H
- Humus
- Organische Substanz im Boden aus zersetzten Pflanzen- und Tierresten. Verbessert Bodenstruktur, Wasserspeicherung und Fruchtbarkeit.
K
- Kompost
- Verrottetes organisches Material als natürlicher Bodenverbesserer und Nährstofflieferant.
L
- Laub
- Abgefallene Blätter im Herbst. Auf Rasen, Wegen und Einfahrten sollte Laub regelmäßig entfernt werden, da es Rasen schädigt und Flächen rutschig macht.
M
- Mulchen
- Abdecken des Bodens mit organischem Material wie Rindenmulch oder Stroh. Reduziert Verdunstung und Unkrautwuchs und schützt den Boden.
- Mutterboden
- Fachsprachlich Oberboden: die oberste, belebte und humusreiche Bodenschicht. Sie ist die Grundlage für Pflanzenwachstum und Rasen. Bei Bauarbeiten wird sie abgetragen, getrennt gelagert und für die Begrünung wieder aufgebracht.
N
- NPK
- Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K): die drei Hauptnährstoffe für das Pflanzenwachstum.
P
- Pflanzkübel
- Gefäß für Pflanzen auf Terrasse oder Balkon. Kübelpflanzen müssen in der Regel häufiger gegossen werden als Pflanzen im Beet.
R
- Rasen
- Dichte Grasnarbe als Bodenbedeckung. Unterschieden werden unter anderem Zierrasen, Gebrauchsrasen und Strapazierrasen.
- Rollrasen
- Fertigrasen in Matten oder Bahnen, der auf vorbereitetem Boden verlegt wird und sofort eine geschlossene Rasenfläche ergibt. Nach dem Verlegen muss er in der Anwachsphase gleichmäßig feucht gehalten werden. Eine Alternative ist die Rasenaussaat.
- Rückschnitt
- Beschneiden von Gehölzen, Bäumen und Hecken zur Formgebung oder Verjüngung. Radikale Rückschnitte sind vom 1. März bis 30. September nach § 39 Abs. 5 BNatSchG nicht zulässig, schonende Pflegeschnitte sind erlaubt.
S
- Splitt-/Brechsandbett
- Bettungsschicht zwischen Tragschicht und Pflasterbelag aus gebrochenem, feinkörnigem Material wie Splitt oder Brechsand. Sie gleicht Unebenheiten aus und wird vor dem Verlegen gleichmäßig abgezogen. Körnung und Dicke richten sich nach dem Belag und den anerkannten Regeln der Technik.
- Streudienst
- Teil des Winterdienstes: Streuen von Salz oder abstumpfenden Mitteln auf Gehwegen und Zufahrten bei Eis- und Schneeglätte. Welche Streumittel zulässig sind, regelt die örtliche Satzung.
T
- Tragschicht
- Lastverteilende Schicht unter Pflaster- und Plattenbelägen aus verdichtetem, wasserdurchlässigem Mineralgemisch. Sie nimmt die Lasten auf und leitet sie in den Untergrund. Aufbau und Dicke hängen von Belastung und Untergrund ab, bei Einfahrten gelten höhere Anforderungen als bei Gehwegen.
V
- Vertikutieren
- Schlitzen der Grasnarbe, um Moos, Rasenfilz und abgestorbene Pflanzenreste zu entfernen. Verbessert Belüftung und Wasseraufnahme. Geeignet für gut wachsenden Rasen, nicht für geschwächte oder trockene Flächen.
W
- Winterdienst
- Räum- und Streuarbeiten im Winter. Die Pflichten der Anlieger richten sich nach der örtlichen Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung der Gemeinde.
Z
- Zierrasen
- Rasen mit feinem Halm und dichter Narbe für repräsentative Flächen. Er benötigt regelmäßige, intensive Pflege und verträgt wenig Belastung.